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Ein grosser Wurf ist im Basler «Zolli» zu bestaunen: Gepardenmutter Msichana hat fünf Junge zur Welt gebracht. Die kleinen Raubkatzen mit langhaarigem Jugendfell gedeihen gut. |
| Msichana hat am 9. September vier Männchen und ein Weibchen geboren. Vater ist Survivor, ein Gast-Kater aus dem Wiener Zoo. Die getupften Fellknäuel sind nach ersten Wochen in einem abgeschirmten Gehege jetzt in die öffentlich einsehbare Gepardenanlage verlegt worden. Diese haben sie trotz Novemberwetter zu erkunden begonnen. Msichana hatte zwar bereits vor Jahresfrist sowie im April zwei Mal geworfen. Die Jungen starben jedoch beide Male nach wenigen Tagen, wie Kurator Jakob Huber sagte. |
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Weltweit beteiligen sich nur 80 Zoos mit 370 Geparden am Erhaltungszuchtprogramm. Die Zucht ist nicht nur verhaltensbedingt schwierig; Geparden haben auch Inzucht-Probleme mit Erbkrankheiten: Man vermutet, dass in der Eiszeit nur ein halbes Dutzend Weibchen überlebten, von denen die ganze heutige Weltpopulation abstammt. Die Sterblichkeit von Geparden liegt laut Huber im ersten Monat bei 23 Prozent und steigt dann auf einen Drittel. Entsprechend stolz ist man in Basel auf frühere Zuchterfolge: 1993 hatte Gepardenweibchen Asta dank einem «Leihvater» aus Köln Fünflinge, was Zoogeschichte schrieb, und 1995 warf sie gleich nochmals. Neun Jungtiere überlebten damals. |
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Seit jenen Zuchterfolgen sind weitere Besuche von gefleckten Gigolos erfolglos geblieben. Weil Geparden - mit bis 120 km/h die schnellsten Säugetiere - einzelgängerisch leben, dürfen die Männchen nur einzeln und nur zur Begattung ins Weibchen-Gehege. Viele Geparden seien Sexmuffel, erklärte Huber. Zudem seien Gepardinnen jeweils nur rund 24 Stunden «rollig», und die Chemie müsse stimmen: Bevor sich Katze und Kater treffen, führen sie einen «langen Duft-Dialog» mit Markieren. Den habe der Zolli mit zunächst sichtgeschützt-getrennter Unterbringung und dosiertem Auslauf ermöglicht. 1998 verliessen die letzten Geparde Basel, um einem Neubau Platz zu machen. Das 2001 eingeweihte neue Geparden-Gehege gehört zum Grossprojekt «Etoscha-Anlage», das die Tiere Afrikas als zusammenhängende Lebensgemeinschaften in naturnäherer Umgebung zeigen will. |
| Lieblingsplatz ist ein Kunstfelsen mit beheizbarer Liegefläche. Der soll den hageren Savannen-Bewohnerinnen den Basler Winter im Freien erträglich machen. Platz für Sprints wie daheim hat es nicht; dafür hätten die Raubkatzen mit Zweimeter-Sprüngen schon tief fliegende Enten und Gänse selber erlegt, sagte Huber. | ![]() |
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Die Gepardenkinder sind derzeit oft mit der Mutter in geheizten Holzboxen auf der Anlage oder im Stallinnern. In der afrikanischen Heimat halten sie kalte Nächte aus; Regennässe liegt ihnen weniger. Dennoch sind auch die Jungen in Basel bereits regelmässig bei Ausflügen zwischen Felsen, Büschen und Baumstämmen zu beobachten.
Ihre Zeit im «Zolli» ist begrenzt, da für fünf erwachsene Geparden mehr kein Raum vorhanden ist. Die vier Männchen werden laut Huber etwa einjährig weitergegeben; das Weibchen wolle man behalten. Das Erhaltungszuchtprogramm habe eine Warteliste. Quelle: SDA/ATS, 20min.ch
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