about cheetah's

Gepard - Cheetah - Acinonyx jubatus

Der Gepard ist in jeder Hinsicht einzigartig und faszinierend. Ein Blick in die bernsteinfarbenen Augen dieser Katze und man wird in ihren Bann gezogen. Der Gepard ist das Sinnbild für die Schönheit der Steppen Afrikas geworden. Sein graziler Körperbau, die unglaubliche Wendigkeit und Schnelligkeit, seine Fellzeichnung und die Art der Jungenaufzucht. Wir alle müssen die Menschen sensibilisieren, denn es liegt an uns Menschen, ob uns dieses einzigartige Tier erhalten bleibt! Vielerorts wir der Gepard immer noch erbarmungslos gejagt!

 

Lebensraum

Die meisten Geparde leben in den Savannen-Gebieten südlich der Sahara und östlich der Regen- wälder Zentralafrikas. Kleinere Populationen gibt es aber auch in Teilen Asiens (Iran, Indien). Die grösste Population gibt es in Namibia mit ca. 2500 Tieren.

"Technische Daten"

Gesamtlänge:
172 - 236 cm
Schwanzlänge: 60 - 74 cm
Brustumfang: 61 - 77 cm
Schulterhöhe: 67 - 94 cm
Gewicht:
21 - 51 kg
Höchstalter: frei bis 15 Jahre, im Zoo bis 19 Jahre
Beschleunigung:
0 - 90 km/h in 3s
Vmax (gemessen): 113 km/h
max. Distance bei Vmax:
300 - 600 m
Distance bei 90 km/h: bis 7000 m
Geschlechtsreif mit: m: 13-16 Monate; w: 21-38 Monate
Geschlechtsreif über:
3 - 9 Jahre
Tragzeit: 86 - 95 Tage
Wurfgrösse: 1 - 8 (1970 durchschnittlich 4-6 pro Wurf; z.Zt. 2-3 Junge pro Wurf)
Geburtsgewicht: 250 - 300g


Körperbau:

 

  • schlanker Körper
  • hohe und schlanke muskulöse Gliedmassen
  • biegsame Wirbelsäule, grosser Brustkorb, grosse Lungen, relativ kleiner Kopf

Besonderes:

  • Tränenstreifen im Gesicht, die von den Augen bis zu den Mundwinkeln reichen
  • stumpfe Krallen, die nicht komplett einziehbar sind, bzw. die Krallenscheide ist zu kurz um sie vollständig zu verdecken
  • silbergraue Mähne bei Jungtieren in ca. den ersten 3 Monaten
  • junge Geparde können noch auf Bäume klettern

Feinde:

  • MENSCH
  • Löwen
  • Hyänen
  • Leoparden


Sinnesorgane

 

Die bernsteinfarbenen Augen des Geparden sind nach Vorne gerichtet. Durch die Überschneidung der Seefelder können sie Entfernungen sehr gut einschätzen. Diese Fähigkeit ist für die Jagd lebensnotwendig. Durch eine lichtreflektierende Schicht in der Netzhaut kann der Gepard, wie alle Katzen, auch in der Nacht hervorragend sehen. Die Ohren dienen der Orientierung. Die Beweglichkeit ermöglicht ihnen ein ausgeprägtes räumliches Hören.

Lebensweise

Geparde sind tagaktive Tiere und vermeiden dadurch meistens Begegnungen mit den eher nachtaktiven Löwen, Leoparden oder Hyänen, die Geparden leicht die Beute streitig machen können. Zudem sind diese Tiere auch eine grosse Gefahr für den Nachwuchs. Geparde sind geselliger als die meisten anderen Katzen. Die Weibchen sind zwar meistens Einzelgänger, mit Ausnahme der Zeit, in der sie Junge haben. Anders dagegen sind die Männchen. Diese formen Verbände, in denen sie (meistens Wurfbrüder) zu zweit oder dritt leben. In gefährlichen Gebieten können selten auch grössere Gepardgruppen von bis zu 15 Tieren vorkommen. Männchen und Weibchen kommen nur zur Paarung zusammen und trennen sich gleich darauf wieder. Das Revier markieren sie durch Urin und Kratzspuren an Bäumen .

Fortpflanzung

Im Alter von etwa drei Jahren ist ein Gepard geschlechtsreif. Die Tragzeit beträgt etwa 95 Tage und ein Wurf besteht aus einem bis drei Jungen, selten auch mehr. Das Weibchen bringt sie in einem Bau zur Welt, in dem sie für etwa acht Wochen bleiben. Dies ist nötig, da Geparde nicht die körperlichen Voraussetzungen besitzen, ihren Nachwuchs erfolgreich gegen die stärkeren Grosskatzen - Löwe und Leopard - oder auch Hyänen zu verteidigen. Die Jungen haben auf dem Rücken lange silbrige Haare, die der Tarnung dienen und die sie nach etwa drei Monaten rasch verlieren. Trotz dieser natürlichen Schutzvorrichtungen sterben schätzungsweise bis zu 95 % der Geparde vor dem Ende des ersten Lebensjahres; meistens fallen sie Raubfeinden zum Opfer. Haben sie die erste kritische Phase überstanden, können sie ein Lebensalter von fünfzehn Jahren erreichen.

Ernährung

Das Spektrum der Beutetiere eines Gepards ist für gewöhnlich nicht besonders breit. Seine bevorzugte Beute sind kleinere Huftierarten, wie Gazellen und Böckchen. In Ostafrika ernähren sich Geparde fast ausschliesslich von Thomson-Gazellen, Grant-Gazellen und Impalas. Diese Antilopen sind leicht und sehr viel einfacher zu überwältigen als ausgewachsene Zebras oder Gnus, die für einen Gepard nahezu unbezwingbar sind. Allerdings werden die Jungtiere beider Arten gelegentlich von im Team jagenden Geparden überwältigt. Normalerweise halten sich die schnellen Jäger jedoch an Beutetiere unter 60 kg Körpergewicht. In Notzeiten jagt ein Gepard auch Hasen, Kaninchen und Vögel.

Jagd

Geparden pirschen sich in der Regel auf mindestens ca. 50 bis 100m an ihre Beutetiere heran, um sie dann mit der gepardentypisch hohen Geschwindigkeit anzugreifen. Diese Art der Jagd wird mitunter mit der Hetzjagd etlicher Caniden (z.B. Wölfe) verglichen. Letztere zeichnet sich jedoch durch Ausdauer gegenüber den auf kurzen Distanzen oft schnelleren Beutetieren aus, während im Gegensatz dazu Geparden aufgeben müssen, wenn sie das anvisierte Beutetier nicht nach einigen hundert Metern erreicht haben. Dies entspricht prinzipiell durchaus der Jagdweise anderer Katzen, nur dass der Gepard auf das Erreichen sehr hoher Geschwindigkeiten spezialisiert ist und bei der Verfolgung im Vergleich zu den meisten anderen Katzen längere Distanzen überwindet. Auf diese Weise sind 70 % der Jagden erfolgreich. Kein anderes einzeln jagendes Raubtier hat eine höhere Erfolgsquote, lediglich in Rudeln jagende Raubtiere übertreffen die Quote des Gepards. Die Beute wird einfach überrannt: Der Gepard läuft in die Beine des Opfers, das daraufhin das Gleichgewicht verliert und stürzt. Anschliessend drückt der Gepard dem Beutetier mit den Zähnen die Kehle zu. Er zerbeisst also nicht die Nacken- oder Halswirbel, um seine Beute zu töten, sondern erstickt sie. Hiernach muss sich der Gepard erst einmal ausruhen, denn eine zu lange Jagd kann zur Überhitzung seiner Muskeln führen. Doch dann muss der Gepard schnell fressen, denn er kann seine Beute gegen andere Raubtiere wie Hyänen oder Leoparden praktisch nicht verteidigen.

Was viele nicht wissen: Ein Gepard tötet seine Beute nur, wenn er sie vorher selbst oder mit seinen Gefährten gehetzt hat. So wurde beobachtet, wie sich ein Gepard an eine Antilope anschlich und gerade zum Sprint ansetzte, als er merkte dass die Beute nicht flüchtete. Er hätte sie ohne Probleme fangen können. Dieses auf den ersten Blick seltsame Verhalten lässt sich so erklären: Ein Gepard tötet seine Beute, indem er sie erstickt. Nach einer Hetzjagd sind die Sauerstoffreserven der Beute soweit aufgebraucht, dass der Erstickungstod nach wenigen Minuten eintritt. Bei einer Antilope, die ihre Sauerstoffreserven nicht verbraucht hat, dauert es um ein vielfaches länger, bis sie tot ist. Für den Geparden gilt: Je länger die Beute lebt, desto länger kann sie sich wehren und desto grösser ist sein Verletzungsrisiko.

Jungtiere

Nach einer Trächtigkeit von ca. 95 Tagen kommen in der Regel 3 - 5 (in Ausnahmefällen auch bis zu 8) Junge zur Welt, diese werden ca. 3 Monate gesäugt bevor sie langsam von der Mutter entwöhnt werden.

Die charakteristische silbergraue Rückenmähne der Jungen, die der Tarnung dient, verschwindet nach ca. 10 Wochen. Von der Mutter lernen die Jungen überlebenswichtige Jagdtechniken, wie anschleichen, hetzen und töten der Beute. Die Jungen müssen ihre Mutter verlassen, sobald sie wieder paarungsbereit ist.

 

Die Welpen haben ein Geburts- gewicht von 250 - 300g und die Sterblichkeitsrate liegt bei 80 - 95%.

Die Mutter wechselt ungefähr alle 4 - 5 Tage das Versteck, weil viele Gepardenjunge von Löwen oder Leoparden gerissen werden.

Gepardenwurf im Zolli